Kuarepoti-Dju

kuarepoti-dju - the josef multilingual blogosphere

2.2.2008

Die Post und der Datenschutz

Categories: — josef @ 08:38

Vor einiger Zeit hatte ich bei der Datenkrake Post mal angefragt, was denn dran sei an den Berichten über die Weiterleitung aller möglichen und unmöglichen Daten zu den Freunden jenseits des großen Teiches. Bis heute habe ich dazu keine Antwort bekommen. Vermutlich gibt es da diverse Geheimhaltungsklauseln. Möglich ist natürlich auch, dass ich statt dem webbasierten Kontaktformular einen guten alten handgeschriebenen Brief hätte senden müssen, um somit gleich in den Genuss eines Eintrags zu kommen. Mit passender OCR-Software könnte man ja mal diverse OpenPGP-verschlüsselte Briefe aufsetzen. Hm…

16.1.2008

Lufthansa und die Ticketpreise

Categories: — josef @ 20:00

Warum allerdings bei der Untersuchung Internet-Tickets teilweise erheblich teurer gewesen seien als im Reisebüro, konnte sich Lufthansa zunächst nicht erklären. Dies werde man prüfen.

Das war die Reaktion der Lufthansa auf eine Untersuchung der enormen Preisunterschiede im September 2007, welche auch durch die Tagespresse veröffentlicht wurde. Dennoch hat sich nichts getan. Auf der Suche nach vernünftigen Personentransportangeboten von Berlin nach Brüssel bekam ich heute eine Spanne von 150 € bis 1400 € angezeigt. Letzteres bringt mich auch nach Südamerika, egal ob mit oder ohne Lufthansa. Fazit: Null Punkte für Mayrhuber, null Euro von mir seine Angebote.

11.1.2008

Wrooooooom…..

Categories: — josef @ 10:58

Endlich ist KDE 4.0.0 fertig und die Entwicklung für 4.1 kann beginnen. Wie wäre es mit Mehrspielerunterstützung für KSquares? :)

1.1.2008

Linux auf Fujitsu-Siemens (FSC) Lifebook E8410

Categories: — josef @ 17:03

Update: Es gibt jetzt eine (englischsprachige) Informationsseite zum Thema Linux auf dem Lifebook.

Nach dem ersten Installationsbericht sind nun ein paar Wochen vergangen, in denen ich mir die Zeit nehmen konnte, die noch ausstehenden Probleme mit dem Notebook zu lösen.

WLAN: Die mysteriösen Abstürze konnten im Intel-Wifi-Bugtracker aufgeklärt werden. Mit der wenig dokumentierten Option insmod iwl4965 disable_hw_scan=1 liefert der Treiber auch brav alle WLAN-Zellen beim Aufruf über wpa_supplicant zurück, was er über iwlist auch so tut. Dennoch muss wpa_supplicant modifiziert werden, damit es auch mit APs funktioniert, die keine SSID aussenden. Der Patch dazu ist nur wenige Zeilen lang, allerdings noch sehr unsauber.

Multimedia-Tasten: Es gibt seit längerer Zeit das Projekt APanel, welches über ein Kernelmodul die speziellen Tasten abfragt und auch weitere Spielereien wie LEDs und das LCD ansteuern kann. Das Modul ist nötig, da die Tasten nicht wie vielleicht vermutet einen X11-Keycode senden. Das Modul schaut im System-ROM (eines der vielen Segmente zwischen 640-kb-RAM und Arbeitsspeicher oberhalb von 1 MB) nach, ob es die Zeichenkette “FJKEYINF” findet. Dummerweise hat der Rechner kein System-ROM-Segment. Der dort befindliche Bereich enthält höchstens die Zeichenketten “FSC SYSTEM” sowie “FJ OEM", die jedoch nicht auf derartige Multimedia-Tasten hindeuten. Die Tastaturcodes von APanel lassen sich aber ohnehin nicht direkt auf das Lifebook übertragen, da es statt Mail und Web z.B. Sicherheit und Stromsparmodus als Tasten gibt. Der APanel-Patch wird zwar derzeit noch gepflegt, dennoch fehlt hier leider die Funktionalität für die aktuelle Rechnergeneration. Aufgrund der bereits bei Lesezugriffen in diesem Speicherbereich ausgelösten Hardware-Operationen ist es auch nicht gerade einfach, dort selbst nach möglichen Signaturen zu suchen. Ein Abscannen des Speicherbereichs mit gedrückten und nichtgedrückten Tasten ist jedenfalls bereits an ganz anderen Problemen gescheitert…

Maus und Touchpad: Sowohl der IMPS2-Treiber als auch der Synaptics-Treiber müssen geladen sein. Dabei ist im Gegensatz zu früheren xorg-Versionen die Option AlwaysCore für letzteren wegzulassen, da sonst die Maus überhaupt nicht mehr funktioniert. Mit Hilfe von qsynaptics kann man die Scrollleiste auf die linke Seite des Touchpads verlagern, da auf der rechten Seite bereits die Doppelklickaktionen (z.B. Einfügen als Emulation der dritten Maustaste) stattfinden. Mit insgesamt 7 virtuellen Tasten kann man viel konfigurieren, z.B. die vorhandene dritte Taste als solche nutzen, anstelle der treiberseitig vorgegebenen Scrollfunktionalität.

ACPI: Das Display wird zwar wie üblich nach 30 Minuten Inaktivität verschleiert, eine Dimmung bei Entfernung des Stromsteckers findet jedoch nicht statt. Auch findet hardwareseitig keine Warnung über fast entleerte Batterien statt, so dass auch hier seitens Linux noch Funktionalität hinzugefügt werden muss. Die Laufzeit liegt im reinen Konsolenmodus ohne weitere Optimierungen bei reichlich 6 Stunden mit beiden Akkus, die Standbyzeit kann auf etwa 60 Stunden geschätzt werden. Eine Wiederaufladung der Akkus schägt mit knapp 5 Stunden zu Buche.
Für die Sperrung der Konsolen benötigt man die aktuelle Entwicklerversion von vlock (2.2-rc4), wobei sich diese leider (wohl auch in Zukunft) nicht im Hintergrund sperren lassen.

Desktop: Mit Hilfe von .Xresources, .Xsession und .blackboxrc lässt sich eine brauchbare Blackbox-Konfiguration erzeugen. Das Tool bbpager enthält noch den Bug, dass es nicht vor blackbox selbst gestartet werden kann.

Fazit: Die meisten Sachen funktionieren nun, wären aber duch einen Einsteiger keinesfalls konfigurierbar gewesen. Dennoch werde ich mal bei FSC nachhaken, ob man die verbleibenden Probleme nicht auch noch lösen kann. Denn insgesamt betrachtet ist das kein schlechter Rechner :)
Einige Funktionalität wie SD-Karten-Leser, UMTS und Hotswap der zweiten Batterie bzw. des DVD-Laufwerks muss dazu noch getestet werden. Alle Skripte und Patches gibt es bei Interesse bei mir.

22.12.2007

Privatsphäre auf dem USB-Stick

Categories: — josef @ 21:21

In der heutigen Zeit scheint eine auf Privatsphäre ausgelegte Live-CD ein passendes Weihnachtsgeschenk zu sein. Anscheinend tut sich in dem Bereich auch was. Bereits letztes Jahr wurde anonym.OS auf OpenBSD-Basis veröffentlicht, jedoch seitdem nicht weiterentwickelt. Da das Geschenk auf einem USB-Stick laufen soll, ist OpenBSD auch von daher wenig praktikabel, weil das Umkopieren von CD auf USB unter Beibehaltung der Bootfähigkeit von einem Linux-System aus nichttrivial erscheint.

Zu Beginn dieses Jahres wurde dann unter anderem ein Google Summer of Code-Vorschlag für eine Linux-basierte Live-CD mit Unterstützung der EFF vorgestellt. Google bezahlte den Studenten aber lieber für einen anderen Vorschlag, nämlich eine Paketverwaltung für Windows. Na hoppla :-)

Kürzlich wurde nun die zweite Version von Polippix in die Beta-Phase geschickt. Diese dänische Delikatesse basiert auf Kubuntu und scheint sich großer Unterstützung und Beliebtheit zu erfreuen. Damit ist Polippix das System der Wahl.

Die Verpackung des Sticks wird noch mit ein paar Aufklebern vom Typ defekt bzw. <<</>> verschönert, und fertig ist das Geschenk. Besucher des 24C3 mögen bitte (sofern ich nicht selbst hinkomme, was aber noch nicht klar ist) einen neuen Stapel Aufkleber mitbringen.

11.12.2007

Einreiseverbot für Security by Obscurity

Categories: — josef @ 18:03

Die Usual Suspects hatten im Informatik-Spektrum im Oktober 2007 einen netten Artikel über die Schwächen von Wahlcomputern veröffentlicht, was ein netter Lichtblick für das doch eher einseitige und unterschwellig werbetragende GI-Organ darstellte. In der aktuellen Dezember-Ausgabe versucht die Physikalisch-Technische Bundesanstalt einige der Punkte zu widerlegen, was ihr teilweise auch gelingt. Dennoch lädt der Artikel geradezu dazu ein, wiederum eine Erwiderung zu schreiben und somit den Flamewar-Handshake offiziell zu vollführen. Insbesondere das folgende Zitat ist Gold wert:

In [Originalartikel] wird unter Bezug auf den Untersuchungsbericht der irischen Kommission zu Wahlgeräten festgestellt, dass ‘Security by Obscurity’ kein vertretbares Konzept bei Wahlgeräten sei. Diese Bewertung ist zu pauschal und berücksichtigt insbesondere nicht die deutschen Rahmenbedingungen.

Wie gut, dass man Security by Obscurity so einfach durch Zollkontrollen aus dem Land halten kann. Ist ja schließlich erst ein Jahr her, dass der Autor des Artikels bestätigen durfte, dass es schon immer gut funktioniert hat…

8.12.2007

Überqualifizierung allerorten

Categories: — josef @ 22:44

Einige Leute sollten lieber Plätzchen backen lernen anstatt DNS-Caches zu schreiben…

# TU Dresden, funktioniert
josef@nada:~$ dig @141.76.40.1 kdeget.osuosl.org
....
kdeget.osuosl.org.      86365   IN      A       140.211.166.77
# WLAN-Router, funktioniert nicht... ähm, oder einfach nur anders
josef@nada:~$ dig @192.168.2.1 kdeget.osuosl.org
....
kdeget.osuosl.org.      86400   IN      A       77.166.211.140

25.11.2007

Samba inauguriert

Categories: — josef @ 22:48

Seit ein paar Tagen besitze ich ein neues Notebook: ein FSC Lifebook E8410 in der Ausführung mit interner Grafik, da mir eine lange Batterielaufzeit wichtiger ist als eine 3D-Performance, die die meisten 3D-Spiele ohnehin nicht benötigen.
Die technischen Daten sind recht vernünftig. Es wurde dummerweise mit dem falschen Betriebssystem (nämlich Windows Vista) geliefert. Da linux.siemens.com nur im Siemens-Intranet erreichbar ist, wie man munkelt, galt es also, sich in den Untiefen des Internets die entsprechenden Informationen zu besorgen.

Die Installation lief relativ problemlos ab. Mit Hilfe von goodbye-microsoft.com war schnell aus dem laufenden Windows heraus der Debian-Installer vorbereitet. Dieser lief auch auf dem Breitbildschirm ohne Probleme im grafischen Modus, wenn auch mit einer niedrigen Auflösung. Der Inteltreiber von x.org hingegen stellt mit ein klein wenig Nachhilfe (Modes-Zeile) die vollen 1680x1050 Pixel dar, dabei läuft auch Tuxracer mit mehr als 20 Fps sehr flüssig.

Die Audiounterstützung benötigte keine Nachhilfe. Mit dem Netzwerk gab es bei Gigabit Ethernet ein Problem, welches seither nicht mehr aufgetaucht ist. Der DMA-Modus und der 32-bit-Zugriff für die Festplatte lässt nicht aktivieren, vielleicht ist das bei SATA auch gar nicht möglich oder nötig, darüber ist sich hdparm nicht ganz klar.

Das leidige Thema Energiesparmodi lässt sich über z.B. /usr/sbin/s2ram -f -a3 lösen. Auch das Einschlafen über Fn+F1 funktioniert. Leider ist F1 nicht entsprechend beschriftet, und leider lassen sich einige Programme wie der GNOME Powermanager nicht dazu überreden, das modifizierte s2ram-Kommando zu verwenden. Dank zweitem Akku ist s2both nun nicht mehr nötig und würde laut BIOS-Angabe ohnehin bei leerem Akkustand automatisch ausgeführt. Auch andere GNOME-Tools wie etwa die Netzwerkkonfiguration sind relativ unbrauchbar - in dem Fall werden manuelle Änderungen an Dateien wie /etc/resolv.conf oder den Interfaces nicht erkannt und überschrieben.

Einziges leidiges Thema für dieses Notebook ist der drahtlose Funkverkehr. Die neuen iwl-Module sind bisher noch nicht im Standardkernel enthalten, wobei 2.6.24-rc3-mm1 sie schon beinhaltet. Stattdessen kann man sich die stabile Version (1.0.0.1) oder die aktuelle git-Version (1.2.21) besorgen. In beiden Fällen muss erst relativ umständlich der Debian-Kernel als Quelle installiert und konfiguriert werden, und auch die Installation einer Firmwaredatei ist erforderlich. Und in beiden Fällen scheiterte dann die Inbetriebnahme an Fehlern beim Einfügen des Moduls iwl4965 - das PCI-Gerät kann nicht ausgelesen werden bzw. ein Kernel-Oops im SMP-Teil (set_cpus_allowed) macht sich breit. Also fällt WLAN-Unterstützung erstmal aus.

Vor dem Einsatz stand dann noch eine Absicherung des Systems. Neben der obligatorischen Festplattenverschlüsselung sowie einem Passwortschutz für das BIOS, welcher sinnfreierweise auf 8 Zeichen begrenzt ist, zählt dazu auch die Deaktivierung aller unnötigen Bootmechanismen sowie aller nicht benötigten Funkanbindungen, d.h. UMTS und Bluetooth.

Nach all der Mindestkonfiguration und der obligatorischen (wenn auch eigentlich unfreiwilligen) Kernelkompilierung kann nun die produktive Arbeit darauf beginnen.

5.11.2007

LIT 2007 Review: Das Netzwerk hinter den Kulissen

Categories: — josef @ 17:33

An dieser Stelle soll einmal darüber informiert werden, wie das Netz zum LIT 2007 geplant und realisiert worden ist. Zweifelsohne liegt der Schwerpunkt auf dem zweiten Verb, da die eigentliche Planung (vage basierend auf Plan A und Plan B in unseren Köpfen) erst am Morgen der Veranstaltung begann, etwa zwei Stunden vor dem Eintreffen der ersten Besucher.
In der Mitte des Foyers befinden sich zwei in den grünen Boden eingelassene Platten. Auch wenn uns vorher keiner sagen konnte, was sich darunter verbirgt, vermuteten wir bereits die Existenz von Strom- und Netzanschlüssen unter ihnen. An den Steckdosen lag auch tatsächlich Spannung an, während die Ethernetdosen keine Verbindung zum Fakultätsnetz zu haben schienen, vermutlich also nicht geschaltet waren. Eine der Platten befand sich mittig zwischen den drei grünen Maxiknubbeln, und um diese sollte ja bekanntlich die Mehrheit der Stände angeordnet werden - im Übrigen auch eine Entscheidung, die erst am frühen Morgen feststand.
Basierend auf diesen Vorgaben wurde nun die Platte genutzt, um den zentralen Hub sowie das als Gateway und Bridge auserkorene Notebook «nada» anzuschließen. Das Subnotebook «madrugada» diente als Testclient und Dispatcher-Gerät. Somit waren zwei der acht Ports bereits belegt, während fünf weitere in sternförmiger Topologie die umliegenden Stände versorgte. Der letzte Port war über ein langes Kabel mit der zweiten Gruppe von Ständen um die Treppe verbunden.
Der Netzwerkverkehr wurde nun über Ethernet an «nada» geleitet, welches über eine WLAN-Verbindung (RSN-EAP) in das Fakultäts- bzw. DFN-Netz («eduroam») verbunden war. Somit waren alle Stände versorgt, und diese Konstellation funktionierte auch größtenteils problemlos. Ein kleiner Schock war nur der Ausfall des Netzes kurz nach der Eröffnung - was aber dummerweise darauf zurückzuführen war, dass das Stromkabel von «nada» nicht eingesteckt war. IP-Adressen wurden über DHCP vergeben (Nutzung von udhcpd), als weiteres Tool kam iptables für das Routing und NATting zum Einsatz, während DNS-Anfragen auf einen Server der TU Dresden verwiesen wurden.
Allein bis zum Mittag, also in den ersten beiden Stunden, wurden über das Netz 1,8 GB an Traffic geleitet.


Am frühen Nachmittag hat die AG DSN an ihrem Stand noch testweise ein Netz für Besucher in Betrieb genommen. Die Zugänge dafür wurden bedarfsorientiert zur Verfügung gestellt. Das Interesse daran ist zweifelsohne vorhanden, bei entsprechender Klärung der gesetzlicher Grundlage kann dies bereits 2008 generell angeboten werden.
Das dritte offizielle Netz war der Organisation des LIT vorbehalten, und auch fleißig dafür genutzt. Noch während der Veranstaltung musste viel gedruckt, aktualisiert und recherchiert werden.

Vortragende und Workshopleiter konnten über direkt in den Pulten untergebrachten Ethernetkabel in das Fakultätsnetz gehen. Der dafür genutzte Radiusserver (via HTTP-Splash-Authentifizierung) ist auf Hochverfügbarkeit ausgelegt, wobei das Failover am Tag zuvor bei einem Test nicht funktionierte und auch die Fehlermeldungen eher putzig als hilfreich waren. Nach Intervention durch das FRZ lief das System am Tag der Veranstaltung dann ohne Probleme.

Eine leider nicht funktionierende Verbindung war der VGA-Kanal zwischen dem Vortragsraum für Einsteiger und der geplanten Lounge. Eventuell funktioniert es mit DVI, bei VGA kommt jedoch höchstens das Vorschaubild auf der Kontrollanlage für den Projektor an. Auch viele weitere Mängel konnten am Gebäude und an der Technik festgestellt werden. Da wir vermutlich die erste Veranstaltung waren, welche die Fakultätstechnik derart ausgereizt hat, sind die meisten Probleme sicherlich als Kinderkrankheiten einzustufen und sollten nach der geplanten Nachbesprechung behoben werden.

10.9.2007

Linux-Info-Tag Dresden 2007 CfP-Deadline

Categories: — josef @ 07:03

Es sind nunmehr nur noch fünf Tage Zeit, um einen Vortrag, Workshop oder Projektstand für den 5. Linux-Info-Tag Dresden 2007 anzumelden. Desweiteren wird (zeitlich und örtlich) lokal Arbeitssuchenden die Möglichkeit gegeben, sich auf dem LIT als ehrenamtliche Helfer zu betätigen. Die Veranstaltung steht explizit nicht unter der Schirmherrschaft des Bundesterrorministers, der Eintritt ist frei und anonym möglich, und es wird jede Menge geekige Themen zu sehen und zu hören geben.

5. Linux-Info-Tag Dresden 2007

3.8.2007

SMC AR4505

Categories: — josef @ 07:19

Ein wenig wundert es mich schon, dass man zu obiger Modellbezeichnung eines WLAN-Routers quasi keine Einträge in einschlägigen Suchmaschinen findet. Dem sei mit dieser Meldung nun Abhilfe getan. Falls jemand solch ein Teil mit {Open/Free/DD-}WRT betreibt, würde ich gern etwas darüber hören. Momentan sind sämtliche SMC-APs in der Hardware-Datenbank als WiP deklariert.

Das Baby wurde allerdings bereits auf den Namen ‘’parada'’ getauft.

18.12.2006

Eine traurige Weihnachtsgeschichte

Categories: — josef @ 18:17

Die Festplatte meines Backup-Rechners gibt mir bekannte Geräusche von sich und das gefällt mir nicht. Zwar sind die Backups nicht in Gefahr (wozu gibt es Redundanz?) aber es ist ja auch schon die zweite Festplatte. Getreu einem Sketch von Rüdiger Hoffmann (ham’ Sie wohl meinen Huuund geseh’n?) darf ich dann wohl eine Umtaufung vornehmen.

Somit bin ich nun ein rechnerloser Informatiker. Wenn ich jetzt zu den Theoretikern überlaufe, fällt das vermutlich gar nicht auf, aber so fehlen mir doch die Tasten.

Darüber hinaus bin ich aber auch Weltoptimist ™. Und da ich auf eine baldige Rechnerschenkung hoffe, habe ich mir schon einmal das jigdo-ISO von einer aktuellen Version des zukünftigen Debian/etch gezogen. Muss ja nicht immer Kubuntu sein.
Zwar ist jigdo als Ubuntu-Paket verfügbar, aber da ich mich bei der Suche vertippte, war das Paket schneller selbst gebaut als der Fehler korrigiert. Dabei ist das Quellpaket auch nicht fehlerfrei:

In Datei, eingefügt von glibcurl/glibcurl.c:28:
./glibcurl/glibcurl.h:34:23: Fehler: curl/curl.h: No such file or directory
In file included from glibcurl/glibcurl.c:28:
./glibcurl/glibcurl.h:45: Fehler: syntax error before »*« token

Jigdo hat dann allerdings auch brav alle Debian-Pakete heruntergeladen und in eine ISO-Datei umgewandelt. Irgendwie sollte man derartige Tools mit Konzepten wie Morphix zusammenführen, auf der interessanterweise mittlerweile auch die BSI-Sicherheits-CD beruht.

Nun warte ich also auf einen Rechner und dann gibt es auch brav mein Uni-Projekt Dynvoker 1.1 sowie GGZ 0.0.14 als neue Releases. Bis dahin erstmal frohe Weihnachten.

30.11.2006

Telekom und FLOSS

Categories: — josef @ 20:04

Die Deutsche Telekom hat sich bisher leider nicht sehr unterstützend im Bereich Open Source hervorgetan. Die Verstärkung der strategischen Partnerschaft mit einer dieser Redmonder Firmen dürfte dem auch nicht zuträglich sein. Dabei profitiert die Firma doch recht stark von dem Einsatz …
(aufgedeckt durch scharfe Beobachtung am Dresdner Studentenwerk durch M.E.)

9.5.2006

Sommerloch

Categories: — josef @ 16:42

Im Rahmen des KDE-Teams bin ich auf dem LinuxTag 2006 in Wiesbaden gewesen, wir haben dort eine vierstellige Zahl von CDs verteilt und viele Fragen beantwortet. Die Nachfrage nach KDE 4 ist mittlerweile recht hoch, leider gibt es dazu immer noch nicht viel zu zeigen, so dass auch das Fernsehen sich mit dem Abfilmen der Webseite von Phonon begnügen musste.
Neben jeder Menge (positiver) Politik gab es auch interessante technische Diskussionen, die von meiner Seite her aufgrund des zeitlichen Drucks seitens der Diplomarbeit auch mehrheitlich daran gebunden waren. Beispiele dafür sind OSDL-Bemühungen um einheitliche Druckertreiber oder auch die KWSDL/KXForms-Fortschritte.

Außerdem sollte der LinuxTag mir als Ankündigungsplattform für den neuen Dienst Metacle dienen, leider fehlt mir dazu immer noch ein Logo.

17.3.2006

Apache content negotiation vs. Browser

Categories: — josef @ 16:26

Es gibt Leute, die haben richtig viel Ahnung von der Erstellung eines Webbrowsers.


XX.YY.ZZ.QQ - - [05/Mar/2006:19:36:49 +0000] “GET /games/ggzcards/index.php.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en.en HTTP/1.1″ 302 5 “http://www.google.de/search?xxxxx” “Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1; SV1; .NET CLR 1.1.4322)”

Leider betrifft das auch ein paar (ältere?) Firefox-Versionen und Epiphany, laut Logstatistik. Dabei ist HTTP 302 doch eigentlich klar geregelt :(

1.3.2006

Avionics: Jubiläum

Categories: — josef @ 14:02

Nachdem ich gestern mit yinjieh über Flüge gesprochen habe, ist mir erst in der Nacht aufgefallen, dass ich in derselben Nacht vor genau zwei Jahren zum ersten Mal im Flugzeug saß. Das Jahr 2004 war ein Schaltjahr, und während ich am 29. Februar von Dresden nach Frankfurt und dann weiter flog, kam ich am 1. März in São Paulo an. Seitdem sind nicht nur 24 Monate, sondern auch 25 Flüge vergangen, dazu kommen noch einige Flughafenbesichtigungen während der Zwischenlandungen.

Eine kleine Statistik darf natürlich nicht fehlen:

  • Flughäfen, die ich von innen gesehen habe: 14
  • Länder, die ich so neu bereist und kennengelernt habe: 5 [Brasilien, Argentinien, Paraguay, Spanien, Portugal]
  • Anzahl der Fluggesellschaften: 6 [Lufthansa, Varig, TAM, VASP, Air Berlin, Germanwings]
  • Anzahl Zwischenlandungen: 5 [in Belo Horizonte (2x), Belém, Fortaleza, und in João Pessoa]
  • Anzahl Fluggesellschaften, die einem nichts zu essen geben: 1 [Germanwings]
  • Anzahl in der Luft verbrachter Geburtstage: 1
  • Anzahl lustiger Piloten, die kurz vor der Landung noch eine Runde drehen und dazu Karibik-Musik über die Bordlautsprecher durchgeben: 1 [Anflug auf Salvador]

Wem all das noch nicht genug Hack ist, dem sei noch folgende Geschichte erzählt, die ich mal leicht anonymisiert weitergebe: Es gab da einen Kontributor eines bekannten OSS-Projekts, der immer nach dem Flug seine Änderungen ins CVS eingecheckt hat. Nun ist Hacken im Flugzeug nichts Ungewöhnliches - in dem Falle aber schon eher: Er ist der Pilot.

10.2.2006

Browserspiele abseits des Kommerz

Categories: — josef @ 21:52

Dank der fleißigen Beiträge von Helg kann man freie Onlinespiele jetzt auch online direkt im Browser spielen, und zwar über GGZ-Java, welches auf dem Spielerportal GGZ-Community eingebunden ist.

Dieser Zugang ist vor allem für Windowsnutzer und Umsteiger interessant. Leider ist die Unterstützung für Java 1.5 in der freien Welt noch in den Kinderschuhen: Classpath hat zwar schon den Generics-Branch hineingenommen, aber GCJx (die Java 1.5-Variante von GCJ) scheint wohl zugunsten von ECJ aufgegeben zu werden. Das ist der Java-Compiler von Eclipse, der erst so langsam auf eigene Beine kommt, und gleich mal in der README davor warnt, dass Disassemblieren illegal sein könnte. Hingegen wird in dieser Datei völlig verschwiegen, um was es sich bei ECJ überhaupt handelt. Nunja, das wird schon noch…

Für die Veröffentlichung von GGZ 0.0.13 wäre eventuell eine Quick-and-dirty-Umschreibung auf Java 1.4 z.B. in einem Branch sinnvoll, sobald sich die Entwicklung etwas stabilisiert hat. In den letzten Tagen war es hingegen der aktivste Bereich des ganzen Projekts.
Probleme könnte dann noch die graphische Oberfläche bereiten, denn bekanntermaßen sieht es mit der Unterstützung von Swing im Gegensatz zu AWT eher mau aus.

Und zur Nutzung das GCJWebPlugin? Dieses steckt leider auch noch tief im Fehlersumpf, selbst das Testapplet auf der Classpath-Seite funktioniert nicht.

GGZ-Java wird demnächst um weitere Spieleclients erweitert werden. Kandidaten sind Tic-Tac-Toe (es hat dann wohl insgesamt schon 6 Clients), Reversi und Schach.

Als Fazit, wie schon angesprochen, soll dieses Applet vor allem Windowsnutzer anziehen, um damit den berühmten Huhn-Ei-Effekt in Onlinespielen zu überwinden. Nutzer von Linux und BSD dürfen auf wesentlich mehr Eye-Candy aufgrund der Desktopintegration hoffen.

Wichtig ist im Endeffekt, dass es eine allumfassende Basisplattform für freie Onlinespiele gibt, und diesem Umfang wird außer GGZ bisher noch kein Projekt gerecht. Und auch wir selbst noch nicht so ganz, aber es verbessert sich ständig :)

16.1.2006

Frischfleisch

Categories: — josef @ 16:38

Wer ein aufmerksamer freshmeat.net-Leser ist (geht das heutzutage überhaupt noch?), der hat sicherlich die neuesten Tarbälle gesehen, die ich in den letzten Tagen unter’s Volk gestreut habe:

Wichtige Hacks kurz vor der Prüfungsperiode. Enjoy…

24.11.2005

Kinohinweis: “FARnodes - Simulation until death”

Categories: — josef @ 21:30

Ein neuer Thriller kommt auf die Leinwände: FARnodes!
Vom Regisseur von “Der mit dem iBook tanzt", mit Weltklassedarstellern wie User-Mode-Linux und realen, via NAT abgeschotteten Hosts. Exklusiv hier ein kurzes Preview der explosivsten Szenen!

Es fing alles gut an, er wollte nur die Verbindung für das Leben finden:

INFO: AUTOCONNECT cons-proxad with cons-selab4
INFO: setting channel subtype to udp

Doch dann kam die Wende…

INFO: CALLBACK: cons-se04
Coordinator: 2 out of 5 estimates
Coordinator: force noestimate; coordinator change

…mit vielen tragischen Zwischenereignissen, bis zum Tod des Hauptdarstellers!

INFO: (node cons-se04) go idle
INFO: # ————— SIGTERM - Simulation process killed
INFO: {TIME: 1132862593.58 real, 430.120689154 simulated}

Zum Schluss herrschte nur noch Chaos und Desinformation…

INFO: # [r] receiver#3: local-net josef@se04.inf.tu-dresden.de:40003
INFO: # [suspected nodes]
INFO: # (suspected) cons-vs011
INFO: # (suspected) cons-proxad
INFO: # (ok) cons-selab4
INFO: # (ok) cons-bizarre
INFO: # (self) cons-se04

Wie wird es weitergehen? Nur FARnodes kennt die Antwort.
Ab nächster Woche im Kino. Oder auch bei Freshmeat.

7.11.2005

November-Post

Categories: — josef @ 18:52

Wie man sieht, betreibe ich momentan Blograffing. Zwar habe ich den Begriff selbst erfunden, aber aufgrund der Geschehnisse der letzten Tage müssen sämtliche Neuigkeiten als Quickies durchlaufen, und so erklärt sich der Begriff von selbst.

Wir hatten einen tollen Linux-Info-Tag in Dresden. Es war der dritte in Folge, die Reaktionen darauf waren sehr gut, und das Wichtigste, auch 2006 wird es wieder einen LIT geben, und zwar vermutlich in der neuen Fakultät Informatik, die dann auch die zwei Rechenzentren zusammengefasst unter einem Dach vereinen wird. Es werden nicht nur Workshoppix-Bastler, sondern allerlei Helfer gesucht, und zwar ab sofort, es sind jederzeit genug Aufgaben zu erledigen.

Es gab über den LIT e.V. Kontakte zum Freistaat und zum Riesa-Efau. Was sich daraus entwickelt: alles zu seiner Zeit. Vielleicht kommt doch noch Bewegung in die Gesellschaft :-)

Ich war in Portugal, genauer gesagt in Évora und Lissabon, zu einer dortigen Konferenz. Siehe auch der andere Eintrag dazu.

Umgezogen bin ich auch. Bye Neustadt - hi Prohlis. Nunja.
So ganz ohne Netzzugang war ich dann auf mein Notebook angewiesen, welches mich dann auch noch im Stich gelassen hat. Der Umstand ist mittlerweile glücklicherweise behoben.

Die Entwicklung für KDE 4 läuft bei mir schleppend, aber es sind mittlerweile immerhin die Debian-Pakete für Hotstuff fertig geworden. Eine Veröffentlichung von Version 0.4 wird bald kommen.

Soviel erstmal dazu.

10.9.2005

Von UFOs und Schokoflocken

Categories: — josef @ 22:03

Während es draußen gewittert, wildere ich schon wieder in ganz anderen Revieren. Nachdem der Vormittag dem Aufräumen der Errungenschaften der letzten Wochen diente, also Backup und Einordnen der gehaltenen Vorträge sowie Katalogisierung von Fotos, läuft momentan die Produktion der Version 3.0 beta1 der TUDix auf Hochtouren. Nebenher höre ich MOD-Dateien und Vergleichbares, zum Schreibzeitpunkt trackert ufopidt.xm durch die Lautsprecher. Ganz passend zu solch “alter” Technik bin ich heute auf eine ganz interessante Seite gestoßen. Auf http://diswww.mit.edu/charon/munch/ gibt es seit 1991 eine von MIT-Studenten betriebene free-food-Mailingliste, deren Abonnement kombiniert mit hoher Laufgeschwindigkeit die Essenskosten senken sollte. Es gibt von Pizza über kaltes Buffet von irgendwelchen Konferenzen bis hin zu Schokoflocken allerlei Kalorien zu verfuttern. Allerdings ist der Preis für solche Spielereien eine Studiengebühr in 5-stelliger Dollarhöhe, die sich seit der Nennung in Posting #4 sicherlich noch erhöht haben dürfte.
Auf der stuff-Seite findet man noch weitere interessante Projekte, unter anderem eine, die die Nichtverwendbarkeit von .NET in größeren Projekten demonstriert…

Zum Glück gibt es aber Virus Killer, ein altes Amiga-Spiel, mit einem Intro ebenfalls im MOD-Format, welches ähnlich wie XBill die Zerstörung von kleinen Windowsmonstern zur Aufgabe hat, und vor kurzer Zeit unter der GPL mit Everaldos Crystal-Grafiken freigegeben wurde. Sind sehr kreative Briten, die dieses und weitere Spiele in die Welt gesetzt haben, und es erinnert mich wiederholt daran, doch endlich mal in die entsprechende Ausstellung im Hygienemuseum zu gehen.

20.8.2005

Samstag = Debian-Tag

Categories: — josef @ 16:43

Zumindest diesen Samstag beschäftige ich mich von morgens bis abends mit dem Paketebauen. Damit ist es quasi mein persönlicher Dia-D. Es handelt sich dabei um sämtliche GGZ-Pakete, die momentan ohne Maintainer sind und damit haufenweise sich über die Monate angesammelte Fehler aufweisen. Es sind bereits 17 Pakete gebaut, aber es kommt noch eine Handvoll dazu, vor allem solche, die es bisher noch gar nicht in den Archiven gab. Auch hat sich qualitätsmäßig einiges getan, was es jetzt wieder aufzuholen gibt, beispielsweise Package Tags oder Übersetzungen der Paketbeschreibungen, ebenso das Menüsystem. Ziel ist es, die Annäherung an den Release-Prozess wiederzufinden, um die nächste Version komplett ohne Patches paketieren zu können.

Nebenher läuft nahezu selbständig der Remastering-Prozess für die TUDix 3.0-Live-CD, die - unabhängig ob mit Sponsor oder nicht - wieder im Herbst erscheinen wird. Ein paar Bugs in den Buildskripten waren schnell beseitigt, aber es sind etliche Pakete momentan nicht in sarge bzw. überhaupt nicht verfügbar. Wenn die KDE-Pakete schnell in unstable reinkommen (was sie momentan zu tun scheinen), wird TUDix also dieses Jahr auf unstable basieren.

12.8.2005

Nachruf und Umbruch

Categories: — josef @ 19:50

In den westlichen Medien bisher nicht aufgetaucht ist diese Meldung, die berichtet, dass Sérgio Amadeu seinen Rücktritt bei der Zentralregierung eingereicht hat. Ein Grund ist nicht zu erfahren, vermutet wird ein Zusammenhang mit der immer weiter um sich greifenden Spendenaffäre, die auch seinen früheren Vorgesetzten, den Chef der Casa Civil, erreicht hat. Das Risiko ist jetzt hoch, dass Brasiliens Vorstoß im Bereich der Freien Software ins Stocken gerät oder gar teilweise rückgängig gemacht wird - es hängt alles vom Nachfolger ab. Gerade erst wurde eine 500 Schüler umfassende Ausbildung zur Bekämpfung der digitalen Piraterie durch quelloffene Software in Angriff genommen, und sogar an der UNIFEI, meiner bis dato fast nur Windows-nutzenden Gastuniversität, findet Anfang September eine Konferenz zu Freier Software statt. Es wäre schade, wenn all diese Erfolge jetzt abgebremst würden.

11.8.2005

Tô de volta

Categories: — josef @ 09:16

Nach einer vor ein paar Minuten bestandenen Prüfung fängt für mich nun endlich der Sommer an. Die Anzahl der Projekte und Aufgaben, die sich angestaut haben, würden aber selbst den Itaipu-Damm sprengen, so dass ich in guter alter Stackmaschinen-Manier gleich daran arbeiten werde.
Aber, ach! Wie nah ist die nächste Prüfung! Ein Beleg zwar, doch ach! Was sind schon die Wochen, die mir noch verbleiben, ihn zu gestalten…

30.7.2005

Datensicherung in der Sommerhitze

Categories: — josef @ 22:41

Nach vielen Wochen der Nichtbenutzung meines x86-PCs habe ich ihn mir heute wieder vorgeknöpft. Er ist zwar wesentlich schneller als mein Notebook, was vor allem bei größeren Projekten von zeitlichem Vorteil ist, aber seine Festplatte (eine IBM Deskstar mit 80 GB Kapazität) schaltete sich ab und zu ab. Witzigerweise begann dieses Phänomen kurz nachdem er zum Backup-Rechner umgerüstet wurde. Es ist besonders dann sehr hilfreich, wenn man gerade ein cdrecord anwirft und mittendrin der typische Festplatten-Strom-weg-Sound ertönt.
Kurz nach dem Einschalten war es oft noch möglich, die Platte für ein paar Minuten zu verwenden, aber auch damit konnte ich nicht mehr alle Daten heruntersichern.

Da ich lange kein Geld mehr in Hardware investiert habe und ich finanziell nicht mehr völlig fauché bin, habe ich mir bei Winner eine größengleiche Maxtor-Platte geholt. Eingebaut, Kubuntu draufgepackt und dann mal wieder das gemacht, was das letzte Mal im Februar dran war und mit schöner Regelmäßigkeit stattfinden sollte: Ein Vollbackup.

Dazu zählen alle möglichen Projekte (CVS/SVN-Repositories), Webseiten (sofern nicht Teil eines Projekts), Vortragsfolien, dynamisch erzeugte Serverdaten und das Homeverzeichnis meines Notebooks, dessen sensitive Daten nur via GnuPG auf die Backup-CD kommen. Rein statistisch fiel mir dann erstmal auf, wieviele neue Projekte sich so angesammelt haben. Einige davon (und auch die meisten Webseiten) sind noch nichtmal versioniert, weil ich das alte SourceForge-Repo nicht mehr nutzen möchte, und mein geplantes eigenes noch nicht eingerichtet habe. Auch Serverdaten sind nicht versioniert, dafür werden sie aber bequem per rsync frei Haus geliefert. Die Datenbank dieses Blogs gehört ebenso dazu wie Mailinglistenarchive, die Serverkonfiguration und diverse andere Datenbanken.
Die schwierigste Entscheidung war jedoch die Sicherung des Homeverzeichnisses, da ich traditionell mit einer CD dafür hinkomme. Nun steckten 1,3 GB darin und sämtliche Redundanzen mussten entfernt werden. Öffentliche Mailinglisten, archiviert seit Oktober 2004 - weg damit. Studienunterlagen für längst bestandene Prüfungen - weg damit. Vorlagen für Artikel, Interviews und Vorträge - weg damit. So blieben 700 MB übrig und wanderten auf einen Rohling. Zur Ausschließung aller Cache-Daten (Bildbetrachter-Thumbnails, Browsercaches, Gimp-Daten etc.) wäre vielleicht doch die Nutzung eines richtigen Backup-Programmes sinnvoll, sofern auch gleich Verzeichnisse wie Mail, .gnupg oder .ssh mit verschlüsselt werden können.

Eine 5-GB-Partition ist auf der neuen Platte noch frei, dort sollen dann wie auch schon bei der alten Platte von Zeit zu Zeit testweise andere Distros, BSDs oder sonstige Systeme installiert werden. Oft sind dies RPM-basierte Systeme, und demnächst steht mal wieder Mandriva an, welches zum letzten Mal als Mandrake 9.0 getestet wurde und bei meinen Projekten ein paar Bugreports zugeordnet hat. Der letzte Versuch in diese Richtung war eine Fedora Core 3 gegen Anfang des Jahres, die aufgrund eigentümlicher MySQL-Bibliotheksverzeichnisse keinen Ehrenplatz einnehmen konnte. Und nach Mandriva werde ich den Platz für die neue TUDix 3.0 benötigen, sofern denn ein Sponsor gefunden wird.

22.7.2005

Wir sind Meta

Categories: — josef @ 23:43

Trotz gegenteiliger Prognosen scheinen sich diverse Webservices zu etablieren, auf die man frei zugreifen kann. Dabei ist frei noch näher zu definieren - es kann unbegrenzte Abfragbarkeit ebenso erlauben wie eingeschränkt auf 1000 Abfragen pro Tag oder, im Grenzfall, 100 Abfragen pro Nutzer, welcher sich mit einer Applikations-ID bzw. einem Schlüssel ausweisen muss.

Im Gegensatz zu traditionellen Diensten, die auf dem industrie-geprägten UDDI/SOAP/WSDL aufbauen und eigentlich nur von den großen IT-Firmen propagiert werden, kommen dabei in letzter Zeit immer mehr REST-basierte Dienste zum Einsatz. Diese funktionieren oft bereits durch eine HTTP-GET-Abfrage, deren URL die Parameter-Wertepaare enthält. Zurückgeliefert wird dann ein XML-Dokument oder eine andere Datenstruktur.

Sich dieser Prinzipien annehmend, existiert OpenSearch, ein von Amazon initiiertes Projekt, welches eigentlich nur ein REST-Format ist. Dabei wird analog einer WSDL die Eingabeschnittstelle anhand einer OpenSearchDescription-Datei (OSD) definiert, hingegen entfällt dies für die Ausgabe, da die Daten alle im RSS-2.0-Format ausgegeben werden.
Technisch eher unklug ist die Entscheidung, Tags wie AdultContent mit aufzunehmen. Auch die komplette Beschreibung als CDATA-Sektion inklusive HTML-Daten ist ziemlich schwer handhabbar, speziell in nicht-HTML-Ausgabeformaten. Insgesamt betrachtet ist OSD aber ein netter Ansatz, der zumindest einen Startpunkt für die automatisierte Nutzung eines Dienstes enthält.

Dies scheint auch für die Wikipedia-API ein mögliches Konzept zu sein. Da die Wikimania in Frankfurt in wenigen Tagen stattfinden wird, wird sich diese Frage schnell klären. Die Einbindung in KDE erfolgt dann nicht nur über einen speziellen Client namens Knowledge, sondern auch über den Webservice-Navigator Kung, der für das Ergebnis den RSS-Reader aKregator als KPart einbinden könnte.

Leider enthält auch die OSD in keinster Weise semantische oder auch nur beschreibende Merkmale. Diese Lücke füllt die Ergänzung dieser Dateien mit GUIDD-Definitionen, an denen ich gerade arbeite. Soweit also ein aktueller Einblick in meine Hiwi-Arbeiten.

18.7.2005

Noch mehr IPv6

Categories: — josef @ 16:36

Irgendwie laufen alle Dienste seit dem letzten Kernelupdate automatisch mit IPv6, sofern unterstützt. Das ist an und für sich ganz gut. Nur ist leider die Unterstützung dafür auf glibc-Ebene immer noch nicht voll durchdacht. Wie bekommt man den (bzw. irgendeinen) Hostnamen von dem Rechner, welcher am anderen Ende eines verbundenen Sockets sitzt?
Hier ist die Änderung im Quelltext, dafür wird es noch eine Wrapperfunktion char* ggz_peername(int s) geben.
Sehr ärgerlich ist, dass die Funktion ntohl die Unterscheidung nicht erkennt und brav als Rückgabewert 0 zurückliefert - mit der IP-Adresse 0.0.0.0, was ein connect() quasi in ein bind() umwandelt.
Ebenfalls betroffen sind alle Programme, die SDL_net 1.2.x nutzen. Es gibt schon einen alten Patch dafür, den man sogar API-kompatibel machen könnte, um nicht erst SDL_net 2.0 abwarten zu müssen, um ihn einzpflegen. Dazu später mehr (Maintainer sind kontaktiert).

6.7.2005

FFII und Slashdotting

Categories: — josef @ 22:17

Die Welt feiert heute das 1:1 der Softwarepatentgegner, nachdem uns in der ersten Halbzeit in einem undurchsichtigen Foulspiel der Befürworter das 0:1 aufgezwungen hatte. Die FFII-Mannschaft, obgleich durch die Strapazen der letzten Wochen leicht angeschlagen und in der Unterzahl spielend, gewann dennoch mit Hilfe der unzähligen und lauten Unterstützer.

Ein ganz anderes Thema ist:

jos00: [HS] Traffic-Warnung

Diese Grenze wurde gestern somit bei einer Ausnutzung von 105,6%
überschritten.

Ja was ist denn dort passiert? Nach einer unschlüssigen Denkpause, ob ich in der Nacht zuvor nicht doch wieder schlafwandelnd das eine oder andere Projekt veröffentlicht hatte, warf ich einen Blick auf die Logdatei.

mindx.josefspillner.de xxx.xxx.xxx.xxx - - [05/Jul/2005:14:35:17 +0200] “GET /kde/plasma/ HTTP/1.1″ 200 1499 “http://www.google.co.uk/search?q=KDE+plasma&…”

Aha. Der Aaron ist schuld gewesen. Denn sein Plasma ist von Slashdottern geschmolzen worden, und so zog die Horde zu Google, um auf mein Plasma zu stoßen. Blöd nur, dass die Projekte beide nichts miteinander zu tun haben, auch wenn beide KDE-bezogen sind. So habe ich zur Un-Bildung von ein paar Slashbots beigetragen. Rache ist süß.

3.7.2005

Webservices auf der Kommandozeile

Categories: — josef @ 23:39

Für den Webservice Desktop Exchange Service habe ich in Perl einen kleinen Kommandozeilenclient geschrieben. Er ermöglicht es, publizierte Datensätze anzusehen bzw. herunterzuladen sowie selbst Daten zu publizieren. Mit wenigen Modifikationen sollte er für Flickr, Google und dergleichen nutzbar sein.

Einige Operationen, die stateless verlaufen, sind dabei direkt über die Kommandozeile abrufbar.

$ ./wsclient.pl –information
Provider: KStuff Development Server
Server: Desktop Exchange Service (DXS) (Version 0.2)
URL: http://kstuff.org/

Diese unscheinbare Zeile hat schon SOAP::Lite, Getopt::Long und XML::DOM gequält. Richtig interessant wird es aber dann, wenn man es ohne Argumente aufruft - dann landet man in einer kleinen Shell. Genauer gesagt ist es eine Term::Shell.


$ ./wsclient.pl
Webservice is set to: http://localhost/cgi-bin/kstuff-ws.pl
dxs> categories
Category: ccheckers/theme
Category: cchess/theme
Category: hastings1066/level
Category: image/unknown
dxs> list image/unknown
Entry: (10) Staunton (Asif Ali Rizwaan)
Entry: (6) Gtk+ Default (Jonas Ström)
Entry: (7) Dragon (Jonas Ström)
dxs> details 6
Name: Gtk+ Default

Preview: http://localhost:10000/hotstuff/directory/image/unknown/preview_defaultgtk.png

Nimmt man nun noch LWP::Simple hinzu, so kann man die angegebenen Dateien gleich betrachten. Wobei diese Implementierung nur vorläufig ist - später soll dies natürlich über den Webservice selbst ablaufen.
Interessant ist noch das Cache-Concept - alle Daten, die irgendwie gespeichert werden können, werden es auch - das fängt bei der Benutzer-Authentifizierung an (dank HTTP(S) braucht man sich darum nicht groß zu kümmern), und umfasst auch alle übertragenen Daten.
Jetzt fehlt nur noch eine schicke GUI. Aber die kommt schon bald…

20.6.2005

Auf geht’s zum LinuxTag

Categories: — josef @ 21:12

In ein paar Stunden werden Konrad, Tobias, Friedrich und ich in Konrad’s Auto sitzen und gen Karlsruhe rollen. Das ist eine junge Stadt, die vor ein paar Jahren von Markgraf Karl gebaut wurde, um in weiser Voraussicht eines Tages jungen Fricklern ein Zuhause geben zu können, und sei es auch nur für ein paar Tage im Jahr.

Nachdem ich heute zwei Rechner, die seit dem letzten LIT bei mir standen, an Matthias übergeben habe, damit diese ebenfalls mal Karlsruhe kennenlernen dürfen (wonach sie dann Richtung Garching marschieren), und meine Sachen soweit gepackt sind, fällt mir eigentlich nur noch ein Staplerfahrer-Zitat ein: Na, dann kann’s ja losgehn!
Der Film wurde ja auch 2002 während des Abendessens auf dem KaLUG-Fest gezeigt, zusammen mit einem Report über industrielle Schweineschlachtung und alte DDR/BRD-Aufklärungsfilmchen.

Aber der jahrelange Rückblick wirft auch die Frage auf: bin ich zu alt für den LinuxTag? Letztes Jahr war ich nicht dabei, ahlte mich zu der Zeit lieber in der Sonne. Dieses Jahr kostet er erstmalig Eintritt, und das hat viele Leute verstimmt. Bleibt es bei dem Eintritt oder nimmt die Kommerzialisierung zu? Es wird sicherlich Diskussionen zu dem Thema geben.

Nun denn, ich bin jetzt eine Woche lang nicht mehr wirklich permanent erreichbar. Schickt eure Patches nach /dev/null, und Rechnungen nach trash:/.

18.6.2005

Wunschliste

Categories: — josef @ 10:01

Meine Unix-Basissystem-Wunschliste hier mal kurz aufgeschrieben. Es sind (im Gegensatz zu meiner 10-Punkte-Linux-Rant-Liste) keine allzu abwegigen Ideen dabei, sondern durchaus praktische Änderungen, die ich dringend benötige.

Ich wünsche mir, …

  1. dass Subversion nicht nur Verzeichnisse über svn:externals in verschiedenen Modulen gleichzeitig verwenden kann, sondern auch einzelne Dateien.
  2. dass ich als normaler Nutzer Privilegien wie Netzwerkzugriff, Dateizugriff schreibend/lesend pro Verzeichnis, etc. aufgeben darf.
  3. dass Software, die mit Zeichenketten hantiert, deren Inhalte nicht mehr auf 7-Bit prüft, sondern maximal noch die unteren 32 ASCII-Zeichen ausschließt - auch hier ist Subversion schuldig, aber auch viele andere.

Nun brauchen wir nur noch eine gute Geek-Fee.

3.6.2005

Wikipedia-Tag und Beleg

Categories: — josef @ 21:57

Einige aktive Studenten haben heute an der TU Dresden den 1. Wikipedia-Tag veranstaltet. Es waren jede Menge Wikipedianer angereist, inklusive dem König Jimmy “Jimbo” Wales. Dieser ist öfter mal in Deutschland, so wird er auch auf dem kommenden LinuxTag die Keynote halten.
Martin war auch anwesend, er hat jetzt ebenfalls ein Blog, Tobias werkelte schon am frühen Vormittag zur EZAG an der WSCL-Implementierung in KDE’s Kode/KWSDL, Friedrich war auch dabei, und auch fukami und weedy kamen später vorbei. Leider muss ich ihnen allen anlasten, dass ich durch die nachfolgenden Gespräche davon abgelenkt wurde, meinen geheimen Plan umzusetzen, der aus der Verspeisung sämtlicher bereitgestellter belegter Brötchen bestand.

Neben all dem Spaß in der Uni darf auch der Stress nicht zu kurz kommen. Ich beschäftige mich ab sofort mit der Nutzung des FAR-Modells zur Implementierung von asynchronen Protokollen in verteilten Systemen. Das fängt mit ganz kleinen UDP-Nachrichten an und geht bis hin zu Multi-Rechner-Umgebungen.

wikipedia-tag

26.5.2005

Vor- und Rückschau sowie C++

Categories: — josef @ 00:21

Die Rückschau zuerst: Der Tag der Fakultät lief sehr gut. AST hat sein aktuelles Projekt GLOBE vorgestellt und auch gleich versucht, ein paar reiselustige Studenten nach Amsterdam an sein Institut abzuwerben. Sein Vortrag war sehr witzig und enthielt mehr M$-Anspielungen und weniger Minix-Erwähnungen als ich vorhergesagt hätte.
Unser Workshop war gut besucht, und obwohl ein Mann ausfiel, waren die Leute extrem gut motiviert und blieben sogar noch 45 Minuten über die Zeit. Obwohl ich schon fast vor Hunger starb, haben wir einen Web-Browser mit einem schicken Icon hervorgebracht. Objektiv betrachtet war es nicht sehr produktiv, aber davon ausgehend dass die meisten Teilnehmer Linux nur oberflächlich kannten, hat es doch sehr viel Wissen vermittelt. Einer hat die Autotools gehackt, ein anderer sich mit Übersetzungen herumgeschlagen und wieder ein anderer die Dokumentation mit Docbook geschrieben.
Schade nur, dass inkscape, welches von den Grafikern genutzt wurde, den guten alten Dell-Server kallisto in die Knie zwang und so z.B. das Compilieren unnötig lange dauerte.

Die Vorschau: Ich habe gerade ein paar Interviewfragen aufgeschrieben und werde sie der betreffenden Person zusenden. Wer das ist und wie das Thema lautet, wird man demnächst nachlesen können.

Das Thema C++ soll nur am Rande erwähnt werden. Es gibt eine interessante (gerade anlaufende) Diplomarbeit zum Thema Transaktionen in C++. Dabei muss der Entwickler sich nicht mehr mit Mutexen herumschlagen, und darauf achten dass Locks immer schön frei gegeben werden, sondern schon beim Compilieren werden die Objektdateien durchgeschnüffelt und entsprechende Assembler-Anweisungen eingefügt, wo dies notwendig ist. Die Beschreibungssprache besteht dabei pro Befehl aus einer Headerzeile sowie einem Code-Abschnitt in Ruby, der den Assembler dazu generiert.
Die Performance ist in vielen Standardfällen schlechter, da jedes Mal die Register gesichert werden müssen, aber in gewissen Grenzfällen (z.B. Arrays) schon bedeutend besser, und einige Optimierungen werden sicher noch vorgenommen.

19.5.2005

Tag der Fakultät Informatik 2005

Categories: — josef @ 01:30

Am kommenden Montag wird der diesjährige Tag der Fakultät stattfinden, und zwar eine Nummer größer als sonst. Gleich früh geht es mit den Workshops los. Davon ist der von uns (dem LIT e.V.) veranstaltete einigen Themen zwischen Hackerei, Advocacy und systematischer Softwareentwicklung gewidmet, und war auch gleich als Erster ausgebucht, noch vor denen von IBM, SAP oder T-Systems. Das ist doch mal echte Kultur unter den Studenten, noch vor ein paar Jahren gab es quasi gar keine Involvierung der Community an der Fakultät. Es wird sogar einen Wikipedia-Tag geben. Sind solche Veranstaltungen mittlerweile sexy genug, um über die üblichen Fakultätssportveranstaltungen hinauszugehen? Sicher hat dazu auch beigetragen, dass vieles offen über das Web stattfindet und nicht mehr nur via talk und news, auch wenn es schade ist, dass der Newsserver nicht mehr existiert. Denn wenn die Leute erstmal den Einstieg geschafft haben, beschäftigen sie sich auch weiterhin damit, kreativ in ihrer Freizeit etwas technisch-gesellschaftlich zu bewirken. Genau diese Lücke war vermutlich in den vergangenen Jahren zu groß. Auch die Resonanz zum Linux-Info-Tag suggeriert das.

Der Nachmittag ist dann den Mikrokernen gewidmet, sowohl L4 als auch ein Thema von Altmeister AST, in dem es hoffentlich nicht nur über Minix geht. Dieser Vortrag wird voraussichtlich dermaßen übervölkert sein, dass es Videoübertragungen in diverse Hörsäle geben wird.

In der Grußrede des Dekans wird, so vermute ich, auch der aktuelle Status des neuen Fakultätsgebäudes angesprochen werden. Ich war letztens mal dort und es sieht schon ganz schick aus. Aber dennoch würde ich mir für Dresden auch mal ausgefallenere Gebäude wünschen. Nicht nur Sandstein sowie Glas und Stahl für die neueren Bauten. Es gibt beispielsweise viel zu wenige Dachgärten, so dass die Luftbildaufnahmen vom Online-Stadtplan immer sehr unfein aussehen.
Schöner unsere Städte und Gemeinden!

Wie immer wird dann der Preis für das beste Diplom und die beste Belegarbeit vergeben. Und meinereiner fängt gerade mal mit der Belegarbeit an, während die Kommilitonen schon reihenweise diplomieren. Eine Schande ist das, jawoll.

Und zum Abschluss dann Bier und Steak. Hm… lecker

17.5.2005

Artikel und Projekte

Categories: — josef @ 15:28

Dieser Eintrag soll mal eine Übersicht über die Artikel geben, die ich irgendwo veröffentliche. Es lohnt sich dann, aller paar Wochen mal wieder vorbeizuschauen, denn meist werden noch ein paar Kommentare hinzugefügt.

Rechnerzoo

Aktuell:
Artikel-Serie: Rants, Ramblings & Solutions

SILC-Tutorial, Teil 1
SILC-Tutorial, Teil 2

Vom FISL zum LinuxTag (pro-Linux, 16.06.2005)
Eine Million ‘PC Conectado’ ohne Windows (pro-Linux, 14.05.2005)
FLISOL, die größte Linux-Installationsparty der Welt (pro-Linux, 07.04.2005)

Auch ein paar kleinere Projekte, die keine reinen Softwareprojekte sind, sollen hier mit aufgelistet werden.

FISL 6.0 (deutsche Übersetzung)

Deutschsprachiger Aufruf zur Unterstützung von Sérgio Amadeu (mit über 11000 Unterschriften im Original)

Eigentlich würden auch Vorträge hier hinein gehören. Aber mal sehen, bis wann ich das Chaos organisiert bekomme :/
Erstmal eine Liste:

GGZ Gaming Zone (LinuxTag Karlsruhe, 25.06.2005)
Open-Source-Projekterstellung am Beispiel KDE (Tag der Fakultät Informatik Dresden, 23.05.2005)
Verteilte Versionskontrolle (C3D2 Themenabend, 22.04.2005)
L4-Anwendungsentwicklung (Chemnitzer LinuxTage, 06.03.2005)
Free Software in South America (21C3 Berlin, 27.12.2004)
Internationalisierung (LUG-DD, 24.11.2004)

9.5.2005

Datenspuren 2005

Categories: — josef @ 16:00

Die Scheune in der Dresdner Neustadt, bekannt als Lokalität auch für Konzerte, war am Wochenende von komischen zotteligen Wesen überfallen worden. Diese hingen Piratenflaggen auf, platzierten ein Kabelknäuel an die Außenwand und öffneten die Türen für alle Besucher… die dann auch zahlreich den Saal in der oberen Etage (sowie später ein Zimmerchen noch darüber) bevölkerten.

Dort saßen sie dann und dachten nach: Datenspuren? Ich hinterlasse Spuren wo ich will, schließlich habe ich nichts zu verbergen! Die zotteligen Wesen waren anderer Meinung, und nach und nach ist die Bühne für je ein Exemplar von ihnen zur Widerlegung derartiger Gedankengänge genutzt worden. Die Themen reichten von Abergläubischen Mauteintreibern bis zu Zögerlichen RFID-Betroffenen, von Anordnung einer Überwachung bis zu (schon angesprochenen) Zottelwesen.

Das Mammutprogramm führte zu einer leichten Sprengung der Zeitplanung, aber was sind schon 80 Minuten in der Verlängerung gegen die Erkenntnis, dass die Welt um einen herum auch abseits der Ottomanen ihre Rotation fortführt?

datenspuren 2005

7.5.2005

25

Categories: — josef @ 23:39

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Oder auch:

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Oder auch:

00:02 < caio1982> congrats :)
00:04 < spuk> josefde: parabéns
00:19 < thiago> josefde: congrats
00:21 < EricCartman> josefde, happy birthday!

17.4.2005

So viel zu tun

Categories: — josef @ 18:14

Von meiner Seite her gab es eine Vortragsausarbeitung für den LinuxTag inklusive Paper, 10 Seiten lang, naja knapp darunter aber es ist ja noch nicht die finale Version. Momentan hat KDE noch gar keinen Stand reserviert, das ist jetzt sofort dran. Aaron Seigo hat einen neuen KNewStuff-Download-Dialog entworfen und Enrico Ros hat ihn erweitert und eingebunden. Der Tag der Fakultät fordert ebenfalls Tribut, das ist dann noch ein Vortrag, bzw. ein kleiner KDE-Workshop. Und für die aKademy 2005 sollte ich auch noch was einreichen. Senko hat jede Menge Vorstellungen eingebracht, die alle noch umgesetzt werden wollen. Pierre hat heimlich über Nacht mein CVS in ein SVN konvertiert, natürlich nur als Kopie, aber trotz des noch nicht erfolgten Sarge-Releases komme ich wohl nicht umhin die Umstellung jetzt abzunicken. Ricardo hat mir einen CVS-Zugang gewährt, dort werde ich meine bisher manuell zugesendeten Patches für das Buildsystem einpflegen. Mit Caio habe ich über dessen Theme IRL (In Real Life) diskutiert, und vorgeschlagen, das Format mit dem von ksirk identisch zu halten, das wird allerdings nicht trivial werden. Der C3D2-Themenabend ist ebenfalls demnächst, und dort gibt es nicht nur einen Vortrag sondern auch ein neues, in Pygame geschriebenes Vortragstool. Trotz all dieser Dinge hab ich heute noch eine Stunde Zeit gefunden, mein Polnisch etwas aufzubessern. Co to jest? To jest studentem. Na wenigstens etwas.

10.4.2005

Portale

Categories: — josef @ 22:52

Ein kleiner Einblick in meine Hiwitätigkeit: Was ist eine Portalsoftware? Jegliche Softwarekategorie scheint heutzutage aufgeweicht zu sein, vor allem bei webbasierten Projekten. Dennoch ist es notwendig, dort eine Übersicht einzubringen. Neben Content-Management-Systemen (CMS), Groupware und Wiki/Forum-Software gibt es noch weitere affine Typen. Das sind die Portale: sie beinhalten mehrere kleinere Anwendungen, welche allerdings weitgehend autonom sind. Sie werden Komponenten genannt, oder in der Java-Welt Portlets, normiert nach JSR-168 und sowohl frei als auch proprietär sehr häufig anzutreffen.

Oft läuft ein Portalserver als Servlet auf einem Anwendungsserver (wie Tomcat). Die Portlet-Verwaltung ist dann oft integriert, manchmal aber bildet sie noch eine zusätzliche Schicht. Das Apache-Projekt Pluto übernimmt diese Aufgabe beispielsweise für die Portalserver Apache JetSpeed, uPortal und Gluecode. Einige der Projekte bieten auch Portlet-Sammlungen (Katalog, Registry, Directory) an. Als Sonderfall sei Microsoft genannt, die ihr eigenes Süppchen kochen und aus diesem Grund nicht weiter betrachtet werden brauchen. Insgesamt gibt es wesentlich mehr Open-Source-Projekte als Firmenprojekte auf diesem Gebiet.

2.4.2005

SILC-Tutorial, Teil 2

Categories: — josef @ 10:01

Nachdem im ersten Teil das grundlegende Quelltextskelett erstellt wurde, geht es heute darum, bis zum Senden und Empfang der ersten Nachrichten zu kommen. Zur Vorbereitung legt man eine weitere Variable vom Typ SilcChannelEntry an, diese braucht man später, damit die letzte empfangene Nachricht einem Kanal zugeordnet werden kann, sowie eine SilcClientConnection, die für die gesamte Sitzung gilt.
Die weitere Entwicklung orientiert sich am Callbackmodell der libsilcclient. Nach der Eingabe der Passphrase, die auch leer sein darf (siehe Teil 1), wird zuerst der öffentliche Schlüssel des Servers überprüft. Es scheint, als müsse man im Callback silc_verify_public_key gar nichts weiter tun, denn nach ein paar Sekunden läuft der Prozess sowieso weiter, aber im Sinne des Erfinders ruft man die mitgelieferte Callback-Funktion auf:

(completion)(TRUE, context);

Als Warnung sei gesagt, dass sämtliche Überprüfungen in diesem 2. Teil des Tutorials wegfallen, denn die dahinterliegende Kryptographie ist noch einmal einen Teil für sich wert. Übrigens wertet auch Silky zwar den Schlüssel aus, liefert aber immer einen Erfolgscode zurück.
Als nächstes wird die Funktion silc_get_auth_method angesprungen, die anfragt, ob die Anmeldung des Nickname im Gastmodus, oder als registrierter Nutzer mit Passwort (wie im IRC) beziehungsweise unter Verwendung des öffentlichen Schlüssels stattfinden soll. Der Einfachheit halber sei hier mal die erste Methode verwendet:

(completion)(TRUE, SILC_AUTH_NONE, NULL, 0, context);

Und dann steht auch schon die Verbindung, allerdings sollte man in der entsprechenden Funktion darauf abprüfen, dass der Status SILC_CLIENT_CONN_SUCCESS ist, anderenfalls ist die gesamte Session über silc_client_close_connection abzubrechen . Der Server sendet dann jede Menge Benachrichtigungen, Statistiken und die Meldung des Tages (MOTD). Je nach SilcNotifyType kann man diese also ignorieren oder anwendungsspezifisch auswerten. Sobald das SILC_NOTIFY_TYPE_MOTD eingetroffen ist, kann man übrigens über

silc_client_command_call(client, connection, NULL, “JOIN", room, NULL);

den gewünschten Kanal betreten. Mit dem Meldungstyp SILC_NOTIFY_TYPE_JOIN ist auch dieser Vorgang abgeschlossen. Auf jedes abgesetzte Kommando bekommt man übrigens sowohl silc_command als auch silc_command_reply zurück, so dass man sowohl Fehler erkennen als auch zentral die Kommandos loggen kann, die ja von verschiedenen Punkten der Anwendung aus abgesetzt werden könnten.
Nachrichten kommen nun über die Callbacks silc_channel_message und silc_private_message hinein, während die Ausgabe erfolgt über:

silc_client_send_channel_message(client, connection, lastchannel, NULL, 0, token, strlen(token), TRUE);

Und das war es auch schon. Weitere Aktionen sind alle über die verschiedenen API-Varianten von silc_client_command_call durchführbar, die man ohne Slash (wie normalerweise im SILC-Client) angibt.

Vielen Dank auch an Astro für das Korrekturlesen :)

30.3.2005

Statistiker

Categories: — josef @ 16:05

“In der mathematischen Statistik macht man überhaupt häufig die Erfahrung, daß 4 schon eine große Zahl ist.”

(Prof. Dr. B. L. van der Waerden, Mathematische Statistik)

Es geht hierbei natürlich um Konfidenzintervalle, aber für sich allein gestellt ist das schon ein fortune-cookie wert. Interessant auch der folgende Satz aus demselben Buch:

“Gerade die Schwänze können unter Umständen für die Beurteilung einer Abweichung von der Normalität entscheidend sein.”

Gemeint sind hier die beidseitig extremal werdenden z-Werte einer angenäherten Normalverteilung.
Erstaunlich gutes Buch aus den 50er Jahren, 3. Auflage 1971, mit vielen Beispielen aus der Biologie (Lethalitätsabschätzungen inbegriffen).

26.3.2005

SILC-Tutorial, Teil 1

Categories: — josef @ 18:02

SILC ist im einfachen Sinne betrachtet ein Chatprotokoll, ähnlich wie IRC. Allerdings achtete man beim Design auf die Vertraulichkeit der Gesprächsinhalte, so dass die Kommunikation nun verschlüsselt abläuft, ähnlich wie bei GGZ.
Man kann über eine Bibliothek namens libsilcclient diese Funktionalität in eigene Anwendungen mit aufnehmen. So soll beispielsweise unser Chatbot die Möglichkeit bekommen, über SILC die Leute aus dem c3d2-Channel zu ärgern. Vor allem Mandy hat es ihm ja angetan.

Nun, wie geht man als C-Programmierer vor? Zuerst bindet man zwei Headerdateien ein, die jede Menge Systembibliotheken schon enthalten, also stdio, unistd, TRUE/FALSE und dergleichen. Das spart Schreibarbeit.
Desweiteren benötigt man ein globales SilcClient-Objekt. Dies ist eine Struktur, die noch initialisiert wird. Als dritte Sache im globalen Namensraum werden noch (möglichst statische) Callback-Funktionen benötigt. Dazu später mehr, man sollte sich jedoch schon mal die Datei client_ops_example.c aus den SILC-Quellen anschauen.

In einer Funktion, die die Verbindung herstellt, legt man nun zuerst ein paar weitere Objekte auf den Stacks, und zwar von den Strukturtypen SilcPKCS, SilcPrivateKey und SilcPublicKey. Dann allokiert man sein globales client-Objekt über:

client = silc_client_alloc(&ops, /*&params*/NULL, NULL, silc_version_string);

Die Operationen sind dabei vom Typ SilcClientOperations. Diese müssen nur dann vorinitialisiert sein, wenn nicht die oben genannte Beispieldatei herangezogen wird. In meinem Fall hingegen werden etliche Funktionspointer nicht benötigt. Da die API-Dokumentation leider verschweigt, dass diese nicht NULL sein dürfen, habe ich sie mit einem speziellen Präfix belegt (no_silc_…), so dass die ops-Struktur damit initialisiert werden muss. Der zweite Parameter sollte zu Beginn immer NULL sein, man kann hierüber später nette Einstellungen wie die Darstellung des Nicknames vornehmen. Die Variable silc_version_string ist global verfügbar.

Die Client-Variablen username, hostname und realname müssen anschließend gesetzt werden. Es ist darauf zu achten, dass all diese Felder auch nach dem Verlassen der Funktion verfügbar sein müssen, also empfiehlt sich ein strdup(), welches zum Schluss wieder mit free() gradegebogen wird.

Der nächste Punkt betrifft die Kryptographie. Hier ist Handarbeit angesagt, aber zum Glück gibt es Standardfunktionen:

ret = silc_pkcs_register_default();
ret = silc_hash_register_default();
ret = silc_cipher_register_default();
ret = silc_hmac_register_default();
ret = silc_create_key_pair(NULL, 0, NULL, NULL, NULL, NULL, &pkcs, &pubkey, &privkey, FALSE);

Die Rückgabewerte sind dabei als boolesche Variablen aufzufassen, sollten also nicht Null sein. Man kann natürlich alle Ergebnisse mit OR verknüpfen und dann auf Nullverschiedenheit prüfen.

Nun hat man auch pkcs, pubkey und privkey, welche man ebenfalls den gleichnamigen Feldern des globalen silcclient-Objektes zuweist. Und nun geht es los auf die Datenreise:

ret = silc_client_init(client);
silc_client_connect_to_server(client, NULL, 706, hostname, NULL);

Dies alles ist für eine Konsolenapplikation gedacht, d.h. die Passphrase muss man auch beim Start der Anwendung eingeben. Graphische Anwendungen wie silky nutzen die SILC-PKCS-Funktionen zum Auslesen dieser Werte aus einer Datei, und Eingabe über Dialogfelder über diverse Callbacks. Das soll hier aber noch nicht Gegenstand des Tutorials sein, denn für heute reicht das obige sicherlich erstmal zu.

Beim Compilieren muss darauf geachtet werden, dass man sowohl gegen die libsilcclient als auch die libsilc linkt. Besonders bei Plugins/Bibliotheken sieht man dies nicht auf den ersten Blick.

Weitere Informationen findet der geneigte Hackspecht in der SILC-API-Dokumentation.

17.3.2005

Kommandozeilenproblemanalyse

Categories: — josef @ 09:13

¿Warum nur ist es nach wie vor so schwierig, aufbauend auf ungepatchter Software komfortabel zu arbeiten? Der Kernel hat zwar ein wenig Unterstützung für UTF-8 in der Eingabe und Ausgabe auf virtuellen Terminals, aber ein Modell, das einfach funktioniert, hat er nicht. Stattdessen darf man folgendes zur Bootzeit im Userland erledigen:

unicode_stop
unicode_start
loadkeys de-latin1
consolechars -f lat9u-16.psf

Und auch das ist nicht perfekt, denn abgesehen von fehlenden Zeichen in dieser Schriftart gehen dabei die Akzente verloren. Jede Distro hat aber ihre eigenen Ideen und Patches, und Sonderwege sowieso.
Wer so richtig coole Sachen machen will, muss sich wohl so oder so Alternativen suchen.

13.3.2005

Geekend Resumée

Categories: — josef @ 14:45

Jede Programmiersprache, die mir über den Weg lief, hatte ihre eigene Methode, das zu tun. Das fing mit Basic an, welches ich mir über Monate, wenn nicht gar Jahre, mühsam ohne richtige Dokumentation selbst beibrachte, kam nach VB und Pascal irgendwann zu C und C++, was eine kurzfristige Umstellung aufgrund des Umstiegs auf Linux war, und nach jeder Menge Skriptsprachen ging es gestern also nun um Dylan. Ein Crashkurs von wenigen Stunden, mit beigeordneten Themen wie eine mögliche Portierung auf L4, und die gesamte Bandbreite zwischen LISP und sagen wir mal Ruby.
Das CCC-Büro war gut gefüllt, und auch wenn ich abends viel zu müde war, um noch etwas Vernünftiges tun zu können (stattdessen lief dann moon-buggy), hat es mich doch inspiriert, mal wieder meinen alten IDL-Compiler CommGen herauszukramen, der in Ruby geschrieben ist, und dort dann vielleicht irgendwann ein Dylan-Backend ranzuhängen.
Der Sprache selbst merkt man ihr Alter leider an (nur ASCII-Strings werden geparst, die existierenden einsetzbaren Programme sind sehr rar bzw. ungepflegt), aber sie füllt eine interessante Lücke.
Das Build-System von Gwydion-Dylan bräuchte dennoch eine Überarbeitung, so dass man schneller zu neuen kleineren Projekten kommen kann. Bei Ruby oder Python kann man schließlich auch gleich ‘losproggen’, ohne es aber zu müssen.

10.3.2005

Interviews

Categories: — josef @ 14:00

Ich hatte gestern zwei Interviews auf dem Terminkalender stehen. Das eine lief mit Jonathan Riddell von kde.me.uk und wird demnächst veröffentlicht.
Das andere lief an der Uni, und nun bin ich ein Hiwi und erforsche lustige Dinge.

6.3.2005

CLT 2005 sind vorüber

Categories: — josef @ 21:42

Die Chemnitzer Linux-Tage 2005 waren vollgepackt mit Vorträgen, aber die meiste Zeit verbringt man naturgemäß mit dem Treffen von alten Bekannten und der Nachfrage, ob es denn etwas neues gebe.
Mein Vortrag war zumindest für Sonntagvormittagsverhältnisse recht gut ausgelastet, aber die Massen kamen natürlich zu Plan9, dessen Konzepte allerdings nicht sehr werbewirksam vermittelt werden konnten - dazu gehört für die meisten Zuhörer heutzutage nicht nur eine funktionelle, sondern auch hübsche GUI. Da schließe ich mich durchaus mit ein, solange der Kontext die Ersetzung von Unix-Systemen sein soll.
Neben der nicht wirklich vorhandenen Standpflicht an den (stets überlaufenen) Ständen KDE und C3D2 lief ich meist kreuz und quer zwischen NetBSD, dem Roboterstand und dem 3D-Tischtennis herum. Das Netz war recht brauchbar, die Abendveranstaltung sehr gut gelungen, und die Organisation schien sehr ruhig zu verlaufen.
Die Mitschnitte der Audioaufzeichnungen sollen laut Radio Uni-CC bereits vorliegen, sind allerdings noch nicht verlinkt.
L4-Anwendungsentwicklung

25.2.2005

Noch eine Woche: Chemnitzer Linux-Tage 2005

Categories: — josef @ 19:33

Wie sich eventuell schon herumgesprochen hat, wird nächstes Wochenende in Chemnitz wieder der Antarktisvogel der Gattung pinguinensis softwarelibrensis fliegen, und zwar zu den Linux-Tagen. Das Kurzpaper für meinen Vortrag ist jetzt auch online.

22.2.2005

Stadtgespräch

Categories: — josef @ 23:23

Aus aktuellem Anlass einer Diskussion auf der Mailingliste lug-dd ein Auszug aus #stadtgespraech

[r0ssberg]: so, heude dun wir über de brügge redn
[stadtrat2]: ich bin dagegen
[stadtrat1]: hä?
[stadtrat2]: naja, steht so auf den Plakaten
[stadtrat1]: du doof
hoyzer enters the room
[hoyzer]: ich sage zu, wenn ich ein Zehntel abbekomme
[stadtrat2]: hoyzer, falscher Channel… versuchs mal mit #dynamo
[hoyzer]: achso, lol
hoyzer leaves the room
[r0ssberg]: nu der war aber ni standfesd, rofl
[stadtrat1]: schau mal, die Brücke verkürzt deinen Feierabend um 10 Minuten
[stadtrat2]: *eigentlichauchbauenwill*
[stadtrat1]: also doch Brücke bauen!
rms enters the room
[rms]: you meant GNU/brücke!
rms leaves the room
[r0ssberg]: Basdard!!!
* stadtrat1 notiert: niemals Frickelsoftware kaufen
* r0ssberg notiert: Redmond als Bartnerstadd anwerben
[r0ssberg]: also denn, Siddsung geschlossn
r0ssberg leaves the room
[stadtrat1]: ach menno, erst 13:00 Uhr
[stadtrat2]: na und?
[stadtrat1]: ach, Arbeit und so, dabei würd ich lieber in ne Talkshow *gg*

20.2.2005

Numerische Berechnungen

Categories: — josef @ 21:10

Es gibt zwar schon jede Menge Bibliotheken zum Rechnen mit numerischen Methoden. Aber in der Benutzung derselben liegt kein Lerneffekt. Somit habe ich angefangen, ein paar Verfahren in Python zu implementieren. Das Projekt heißt easycnm und sieht trotz des frühen Stadiums schon mal recht verheißungsvoll aus: Neben der Gauss- und der LU-Zerlegung bastele ich gerade an der QR-Zerlegung (Householder-Algorithmus).
So sieht das ganze dann etwa aus:

# Standard-Python-Modul für Arrays, sowie unser eigenes
import Numeric
import cnmlib
# Zwei Matrizen anlegen (Achtung: keine eineindeutige Lösung, geht trotzdem)
a = Numeric.array(((5, 2), (2, 4)), Numeric.Float)
b = Numeric.array((4, 16))
b = Numeric.reshape(b, (2, 1))
# Lösen mit Teilschritten
g = Numeric.concatenate((a, b), 1)
g2 = cnmlib.matrix_gauss(g)
x = cnmlib.matrix_solve(g2)
# Ergebnis: Vektor x = (-1, 4.5)^T

17.2.2005

Was ist kuarepoti-dju?

Categories: — josef @ 18:55

Eine auftauchende Frage war, was es denn mit dem Namen der Domain (kuarepoti-dju) auf sich hat. Das Internet macht es dabei doch so einfach, diese Frage zu beantworten.
Man gebe den Suchbegriff in einen Sucher seiner Wahl ein. Man findet nicht viel, aber immerhin ein Resultat pro Sucher. Wählt man MSN, so kommt man auf eine Seite, welche aktuelle Desktopthemen auflistet. Warum mein Blog darin schon auftaucht sei einmal dahingestellt, jedenfalls Lob an dieser Stelle an Microsoft.
Bei AltaVista und Google hingegen wird man zu einer portugiesischsprachigen Linguistikseite geführt, und da will man auch hin. Denn es steht geschrieben in großen Lettern:

ouro = itaîuba (T) x kuarepoti-dju (G)

Ah ja. Und dann noch einen Fisch angeworfen, der aus ouro das englische Wort gold macht. Und Gold wurde wo gefunden? In den Bergen von Minas Gerais natürlich, wo sich auch das von mir bewohnte Städtchen Itajubá befindet. Das ist aus der Tupi-Sprache von obigem itaîuba abgeleitet, und heißt in der verwandten Sprache Guarani eben kuarepoti-dju (oder kuarepotiju). Und das Foto, welches das Blog ziert, zeigt eben diese Stadt und Landschaft.

16.2.2005

6. FISL

Categories: — josef @ 20:55

Anfang Juni wird wieder das Fórum Internacional de Software Livre (Internationales Forum Freier Software) in Porto Alegre, Brasilien, stattfinden. Um die Internationalität zu erhöhen, betreue ich ab sofort eine deutsche Übersetzung der
Webseiten des 6. FISL.
Der Call for Papers läuft übrigens noch bis 28. Februar.
Untere anderem war das Weltsozialforum in Porto Alegre komplett mit Freier Software betrieben worden.
Es werden sicherlich auch wieder jede Menge Politiker aus Südamerika und sonstwo her anreisen - aber mindestens doppelt soviele Hacker.

13.2.2005

Eröffnung

Categories: — josef @ 04:22

Nach ein paar Monaten Auszeit habe ich mich entschieden, doch wieder unter die Blogger zu gehen. Aufgrund der Prüfungszeit wird allerdings nicht allzuviel hier zu finden sein. Eher suboptimal finde ich die Kategorienaufteilung von WordPress, da die Sprachen orthogonal zu den eigentlichen Kategorien stehen. Es wird jedenfalls auf (portugiesisch, englisch, deutsch) gebloggt werden, und die Themenliste richtet sich nach meinen Projekten.
Auf der Domain kuarepoti-dju.net werden demnächst auch noch andere Dinge zu finden sein.

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