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25.11.2007

Samba inauguriert

Categories: — josef @ 22:48

Seit ein paar Tagen besitze ich ein neues Notebook: ein FSC Lifebook E8410 in der Ausführung mit interner Grafik, da mir eine lange Batterielaufzeit wichtiger ist als eine 3D-Performance, die die meisten 3D-Spiele ohnehin nicht benötigen.
Die technischen Daten sind recht vernünftig. Es wurde dummerweise mit dem falschen Betriebssystem (nämlich Windows Vista) geliefert. Da linux.siemens.com nur im Siemens-Intranet erreichbar ist, wie man munkelt, galt es also, sich in den Untiefen des Internets die entsprechenden Informationen zu besorgen.

Die Installation lief relativ problemlos ab. Mit Hilfe von goodbye-microsoft.com war schnell aus dem laufenden Windows heraus der Debian-Installer vorbereitet. Dieser lief auch auf dem Breitbildschirm ohne Probleme im grafischen Modus, wenn auch mit einer niedrigen Auflösung. Der Inteltreiber von x.org hingegen stellt mit ein klein wenig Nachhilfe (Modes-Zeile) die vollen 1680x1050 Pixel dar, dabei läuft auch Tuxracer mit mehr als 20 Fps sehr flüssig.

Die Audiounterstützung benötigte keine Nachhilfe. Mit dem Netzwerk gab es bei Gigabit Ethernet ein Problem, welches seither nicht mehr aufgetaucht ist. Der DMA-Modus und der 32-bit-Zugriff für die Festplatte lässt nicht aktivieren, vielleicht ist das bei SATA auch gar nicht möglich oder nötig, darüber ist sich hdparm nicht ganz klar.

Das leidige Thema Energiesparmodi lässt sich über z.B. /usr/sbin/s2ram -f -a3 lösen. Auch das Einschlafen über Fn+F1 funktioniert. Leider ist F1 nicht entsprechend beschriftet, und leider lassen sich einige Programme wie der GNOME Powermanager nicht dazu überreden, das modifizierte s2ram-Kommando zu verwenden. Dank zweitem Akku ist s2both nun nicht mehr nötig und würde laut BIOS-Angabe ohnehin bei leerem Akkustand automatisch ausgeführt. Auch andere GNOME-Tools wie etwa die Netzwerkkonfiguration sind relativ unbrauchbar - in dem Fall werden manuelle Änderungen an Dateien wie /etc/resolv.conf oder den Interfaces nicht erkannt und überschrieben.

Einziges leidiges Thema für dieses Notebook ist der drahtlose Funkverkehr. Die neuen iwl-Module sind bisher noch nicht im Standardkernel enthalten, wobei 2.6.24-rc3-mm1 sie schon beinhaltet. Stattdessen kann man sich die stabile Version (1.0.0.1) oder die aktuelle git-Version (1.2.21) besorgen. In beiden Fällen muss erst relativ umständlich der Debian-Kernel als Quelle installiert und konfiguriert werden, und auch die Installation einer Firmwaredatei ist erforderlich. Und in beiden Fällen scheiterte dann die Inbetriebnahme an Fehlern beim Einfügen des Moduls iwl4965 - das PCI-Gerät kann nicht ausgelesen werden bzw. ein Kernel-Oops im SMP-Teil (set_cpus_allowed) macht sich breit. Also fällt WLAN-Unterstützung erstmal aus.

Vor dem Einsatz stand dann noch eine Absicherung des Systems. Neben der obligatorischen Festplattenverschlüsselung sowie einem Passwortschutz für das BIOS, welcher sinnfreierweise auf 8 Zeichen begrenzt ist, zählt dazu auch die Deaktivierung aller unnötigen Bootmechanismen sowie aller nicht benötigten Funkanbindungen, d.h. UMTS und Bluetooth.

Nach all der Mindestkonfiguration und der obligatorischen (wenn auch eigentlich unfreiwilligen) Kernelkompilierung kann nun die produktive Arbeit darauf beginnen.

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